Top
   
 

HISTORIE

 

Die Gründungsphase 1928 - 1932
Das die Stadt Fröndenberg an der Ruhr heute einen Ski-Club hat, der sich im ganzen Sauerland einen Namen gemacht hat und eine Skihütte in Winterberg besitzt, ist der Verdienst und die Geschichte von einigen beherzten Menschen, die uns bis in das Jahr 1925 zurückführt. Damals wurde die neue Jugendherberge in Neuastenberg eingeweit, wozu auch der Fröndenberger Mandolinen-Club, der dem deutschen Jugendherbergsverband angehörte, eingeladen wurde.
Es war gerade frischer Schnee gefallen und den Fröndenbergern blieb der Mund offen:

"Wir sahen den ersten Skiläufer unseres Lebens!"

so der mittlerweile verstorbene Emil Ernst. Von dem Monat an stand fest: "Das ist unser Sport!"
In den nächsten Jahren wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Im Hotel Wildschütz gründete man am 3.Dezember 1928 die Abteilung Fröndenberg des Ski- Clubs Menden. Zwei Jahre später, im Dezember 1930 machten sich die Fröndenberger selbstständig. Sie gründeten eine eigene Ortsgruppe und wurden Mitglied des Ski- Clubs Sauerland, des heutigen Westdeutschen Skiverbandes. Der Ortsgruppe gehörten 15 Mitglieder und 5 Jugendliche an. Der Vorstand setzte sich aus Heinrich Trappe (1. Vorsitzender), Karl Robbert (Geschäftsführer und Laufwart) und dem Kassierer, Josef Kulczak zusammen.

Bereits 1932 stand eine Frage zur Diskussion, ohne deren Lösung der Ski- Club heute nicht denkbar ist: die Hütte. Im Juni 1932 wurde ein Pachtvertrag mit Gastwirt August Fresen (Café Mörchen) in Winterberg über das Grundstück in der Büre für die Dauer von 10 Jahren geschlossen. Und dann ging's los! Architekt und Mitglied Josef Kulczak zeichnete Pläne, nach denen Zimmermeister Heinrich Menke die Hütte zusammenzimmern konnte. Zum Erstaunen nicht weniger Fröndenberger wurde die Hütte erst einmal probehalber vollständig hinter dem Hotel Wildschütz, in Fröndenberg, aufgebaut. Wieder in Einzelteile zerlegt, wurde das gesamte Baumaterial dann Anfang Dezember 1932 per Bahn verladen. Josef Kulczak und Heinrich Menke haben dann in einer Woche mit 4 Hilfskräften die Hütte in der kleinen Büre in Winterberg errichtet.
Um das Kapital für den Hüttenbau zusammen zu bekommen, ließ man sich etwas Besonderes einfallen. Grete Ernst wurde als Rotkäppchen mit dem Wolf (Schäferhund) verkleidet und verkaufte auf einer Basarfeier Wein und Kuchen. Die märchenhafte Aktion brachte immerhin rund 900 Reichsmark ein.

Die Zeit der Hitlerdiktatur
Einen tiefen Einschnitt in das Vereinsleben brachte die Machtergreifung Hitlers 1933 mit ich. Die Hetzkampagne und die Propaganda der Nationalsozialisten hinterließen auch im bisher so gemütlichen Ski-Club ihre Spuren. Skilaufen war seit 1933 kein privates Vergnügen mehr, sondern sollte fortan unter dem Motte betrieben werden: "Unser Führer wünscht starke Männer!" Um die Hütte vor der Beschlagnahmung durch den NS-Reichsbund für Leibesübungen, der das Eigentum der Vereine kurzerhand einkassierte, zu retten, gründeten einigen Mitglieder den Hüttenring, dem die Hütte übertragen wurde. Von 1943 - 1945 bot die Hütte mehreren Familien Sicherheit und Schutz. Hier lag auch der Grund, warum die Hütte nach 1945 erhalten blieb.

Die Zeit der Weiterentwicklung
In den fünfziger Jahren wurden die sportlichen Disziplinen, insbesondere der nordischen, stark fociert. Die ersten sportlichen Erfolge stellten sich ein. Viele sehr gute Skiläufer des Clubs nahmen an den verschiedenen Wettkämpfen im Hochsauerland erfolgreich teil. Das Jahr 1956 berscherte dem Flachland sehr gute Schneeverhältnisse. Der Ski-Club verlegte deshalb seine bisher in Winterberg ausgetragenen Stadtmeisterschaften nach Fröndenberg. Auch die Presse berichtete ausgiebig über die sportlichen Erfolge des Ski-Clubs. Zu dieser Zeit setzte sich auch gerade die neue Skilauftechnik durch, das wedeln.
Am 05. Dezember 1955 hatte der Ski-Club sein 25 jähriges Jubiläum. Die Feier fand am 10. Dezember im Saalbau Schulte statt.

Seit 75 Jahren bietet der Ski-Club Fröndenberg seinen Mitgliedern die Möglichkeit, einen Sport auszuüben, der seine Attraktivität und Vielseitigkeit immer wieder von neuem beweist. Untrennbar mit den sportlichen Leistungen sind die gemeinsamen Erlebnisse in der Hütte verbunden. Inzwischen leben dort im Winter mehrere Generationen unter einem Dach. Für die meisten sind die gemeinsamen Wochenenden und Ferien zu einem unschätzbaren Erlebnis geworden.
Hüttenumbau und Erweiterung waren Ziele der sechziger Jahre, die durch Mitgliederzuwachs und Verschleiß an der Hütte dringend erforderlich wurden.
Am 02./03. April 1960 erfolgte der erste Arbeitseinsatz in Winterberg.
Der Sport und die Geselligkeit im Verein erfuhren jedoch während dieser Zeit keine Einschränkungen. So fand im Januar 1962 der erste Jugendlehrgang in Winterberg in der Skihütte statt. Der Lehrgang fand soviel Begeisterung und Anklang, dass der Ski-Club sich entschloß, in jedem Jahr einen Jugendlehrgang durchzuführen.
Im Herbst 1963 - nach zweijähriger Bauzeit - war der Hüttenumbau (1. Bauabschnitt) größtenteils abgeschlossen. Es blieb aber noch viel Arbeit, um die Hütte einigermaßen wohnlich zu gestalten. Nach großen Schwierigkeiten, nicht nur finazieller Art, wurde am 21. Mai 1971 mit dem 2. Bauabschnitt begonnen. Ziel: Vergrößerung der Schlafräume und Waschgelegenheiten, Aufstockung der Hütte.
In den Winterjahren 1973 bis 1975 mussten viele Skiveranstaltungen wegen des milden Klimas und der bedingten schlechten Schneeverhältnisse abgesagt werden. Die Begeisterung für den Skisport ließ jedoch nie nach. Das Hochgebirge war das Ziel vieler, um dort den Sport auszuüben. Einige Mitglieder hatten die übungsleiterprüfung abgelegt und leiteten in dieser Funktion Fahrten des Westdeutschen Skiverbandes ins Hochgebirge.
1978 änderte der Ski-Club seinen Namen. Die bis dahin gültige Bezeichnung "Ski-Club Sauerland Fröndenberg e.V." wurde geändert in "Ski-Club Fröndenberg e.V.".
Gleichzeitig wurde eine neue Vereinssatzung beschlossen, da sie nicht mehr den gültigen Bestimmungen der Gemeinnützigkeit entsprach.
In den nächsten Jahren hatte sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass ein zweiter Tagesraum bzw. Jugendraum dringend erforderlich sei. Dieser Jugendraum wurde 1980 im früheren Skikeller geschaffen. Ein neuer Skikeller entstand unter dem Balkon.

 

 
 
 
Skiclub Fröndenberg
Copyright © 2019  |  alle Rechte vorbehalten
Impressum  |  Datenschutz
 
 
 
 
Mobiler Inhalt der Startseite